Einfach perfekt der 6.04.2019

Liebe „Kirchberg-daham“-Freunde,

liebe Auswärtigen und Einheimischen, alle die bei unserem ersten Treffen im heurigen Jahr dabei waren und alle die leider nicht dabei sein konnten. Ich sende euch wie immer einen kleinen Bericht über unser gestriges Treffen. Normalerweise sende ich ihn noch am selben Abend, aber durch meine noch nicht ganz auskurierte Verkühlung hab ich das auf heute verschoben.

Treffpunkt war wie immer um 10h am Hauptplatz, und daß der Hans und der Gerhard (beide noch immer leicht angeschlagen) auch kommen konnten, war eine ganz besondere Freude! Nach vielen herzlichen Begrüssungen hat sich dann unser Auto-Konvoi in Bewegung gesetzt, das war schon beeindruckend! Ich bin im Schätzen nicht besonders gut, aber 10 bis 12 Autos oder sogar mehr werden es schon gewesen sein, die da Richtung Fleischhacker-Kapelle gefahren sind. Das Einparken dort war nicht ganz einfach, aber es ist sich wie immer ausgegangen. Es hat ein paar erstaunte Blicke von entgegenkommenden oder nachfahrenden Autofahrern gegeben, aber alle waren freundlich und nachsichtig. Unsere Agathe hat dann die historische Geschichte der Fleischhacker-Kapelle erklärt, daß sie von der Gastwirts- und ‚Fleischhacker‘-Familie Donhauser vor ca 130 Jahren! erbaut worden ist, sie ist wunderschön renoviert und passt ganz wunderbar an diesen Platz. Es ist mir überhaupt aufgefallen, daß es wirklich viele Kapellen, Marterln und Wegkreuze in und um Kirchberg und im ganzen Tal gibt, auch das gehört zu unserer Heimat dazu! Anschließend an Agathes Bericht hat unser Alois dann noch eine Begebenheit aus seiner frühen Kindheit zum Besten gegeben, wie er mit seiner Großmutter (die er damals noch per ‚Sie‘ angesprochen hat – das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen) mit dem Leiterwagen zur besagten Kapelle gefahren ist, und dort ‚Kranaweck (Wacholder)-Stauden geschnitten hat, weil diese das Aroma und vielleicht auch die Haltbarkeit beim Fleisch-Selchen verbessert haben. Vorne hat die Großmutter das Wagerl gezogen und hinten hat der kleine Loisi angeschoben, und der Weg durch das Ramstal hat sich sicher ganz schön gezogen. Bergab war es dann ein bisserl leichter, aber das dauernde bremsen war für die Oma dann doch auch immer anstrengender, sodaß sich der Bub verkehrt hinten auf’s Wagerl setzen hat dürfen, und mit einem großen Stecken gebremst hat. Leider hat er dann den Stecken im letzten Teil der Strecke verloren und hat nur mehr mit den Sohlen seiner ‚Goiserer‘ gebremst, Gottseidank hat die Oma nix davon bemerkt, höchstens daß die Schuhe schon wieder einen ‚Doppler‘ gebraucht haben.

Dann hat sich unser Konvoi wieder in Bewegung gesetzt Richtung Gasthaus Fally und an diesem Weg seht das ‚Sternen-Bankerl‘ von unserem Astronomen Alois. Das Bankerl steht wirklich auf einem Platz , wo man rundum einen ungehinderten Ausblick auf den (Sternen)Himmel hat.

Es war zwar rundherum bewölkt, aber einen Teil vom Otter, vom Sonnwendstein und ich glaube vom Schneeberg hat man gesehn. Ich hab die Augen zugemacht und hab mir den Sternenhimmel in einer klaren Nacht vorgestellt. Der ‚Bullen-Traktor‘ vom Ramswirt ist an uns vorbeigefahren und ich hab mir überlegt, daß ein Ausflug mit meinen Enkerln hierher schön wäre.

Ja und dann ging es zum wohlverdienten Mittagessen im Gasthaus Fally. Das Essen war ausgezeichnet und wirklich schnell serviert, überhaupt da überraschend viele ‚Kirchberg-daham‘-Freunde diesmal dabei waren, ein „Danke“ an jeden einzelnen der gekommen ist! Schön langsam sind dann die Sänger von Agathes Pensionisten-Chor gekommen, die dann ein paar Heimatlieder gebracht haben, die man schon lange nicht gehört hat, da breitet sich  bei mir immer so ein warmes Heimatgefühl aus. Zwei Glockenstimmen haben dann ein Lied zum besten gegeben, daß man eine Ganslhaut kriegen konnte. Und daß die Stimmen dazwischen sich ein bisserl  erholen konnten, hab ich mein Jahresgedicht, das fast schon eine kleine Tradition ist, vorgetragen. Der ganze Saal hat aufmerksam zugehört und so lieb mitgemacht, das war für mich unbeschreiblich schön und ich möchte mich noch einmal bei jedem einzelnen bedanken. Der Chor hat dann noch einige Lieder gesungen, die ich gar nicht gekannt hab, und das war dann die Überleitung zum ganz gemütlichen Teil des Nachmittags  Eine kleine Plauderei hier, ein kleines Tratscherl dort und das Versprechen, im August wieder dabei zu sein, was gibt es Schöneres?

So meine Lieben, ich hab am Beginn meines Berichtes gedacht: naja, ein paar Zeilen werd ich schon zusammenbringen, und jetzt ist es wieder ein ellenlanger Bericht geworden. Wie heißt es so schön? Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über.

Ich sende euch ganz liebe Grüße und hoffe, ihr seid alle gut nach Hause gekommen!

Eure Christl

 

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